Sonntag, Mai 22, 2005

American idiot!

American idiot! So heisst das neue Album von Green Day. Habe es mir letzte Woche gekauft, sind ein paar ziemlich coole Lieder drauf. Der Titel passt aber auch auf unsere Mitbewohnerin (seit heute Exmitbewohnerin!), nennen wir sie Ashley. (Ihr richtiger Name ist Michelle Anders, geboren 1982 in North Carolina, USA). Und stupid ist eigentlich nicht wirklich der passende Ausdruck, aber schlimmer Woerter moechte ich hier nicht Veroeffentlichen. Um die komplette Story mit allen Hoehepunkten aufzuschreiben fehlt mir die Zeit und ich muesste einen neuen weblog dafuer eroeffnen. Mieke hat die Story aufgeschrieben und sie ist bei 5 Din A4 Seiten. Also kommt hier mal die Kurzfassung:
In den letzten Wochen/Monaten sind ein paar Dinge hier im Haus verschwunden. Angefangen mit Peters PC-Mouse, Magnus externe USB-Festplatte, ein paar Sachen von Jonna und als letztes Lisys Digicam. Durch ein paar Merkwuerdigkeiten viel der Verdacht ziemlicb schnell auf Ashley, konnte aber keiner beweisen. Sonntag hat Ashley dann Fotos mit einer Digicam gemacht, die irgendwie wie die von Lisy aussah...
Darauf angesprochen hat sie ein paar Erklaerungen einfallenlassen, waren aber alle nicht so stimmig und ausserdem hatte Lisy den beleg mit der Seriennummer. Dann folgten ein paar Turbulente Tage, das wichtigste: Montag hat Ashley, weil Lisy sie auf die Kamera angesprochen hat, fluchartig das Haus verlassen (mit der Kamera). Sie hat dabei bloederweise das wichtigste vergessen (Flugticket, Kreditkarte und das allerwichtigste, ihren Reisepass!) Die Sachen gingen dann irgendwie verloren... Wir haben sie dann vor die Wahl gestellt: die Sachen zurueck und wir finden vielleicht ihre Sachen wieder oder halt nicht.... und da man als Ami mit einem US-Pass in den meisten Laendern auf der Welt nicht zu den beliebtesten Auslaendern zaehlt, waere es fuer sie nicht ganz so einfach gewesen sich einen neuen Pass und eine Ausreisegenehmigung zu besorgen ... shit happens! Da sie aber die Sachen nicht hat (aha, schon in den USA?) hat sie dann angeboten die Sachen zu bezahlen (nur so, nicht weil sie sie geklaut hat, nur um wieder an ihren Pass zu kommen... auch gut!). Nach ein paar Diskussionen hat sie dann wieder willig bezahlt. Heute hat sie mir dann das Geld fuer Magnus Festplatte gegeben, aber zuerst nur den Anteil fuer die Festplatte und nicht die 1500 Rs fuer die Tasche. (warum? Ich weiss nicht, vielleicht hat sie ja wirklich nur die Festplatte ohne die Tasche geklaut....) Hatte daraufhin eine kurze Diskussion mit ihr und 5 Minuten spaeter das restlicheh Geld.

Sonntag, Mai 15, 2005

City Market (Bangalore)

Heute haben wir mal eine kleine Erkundungstour unternommen und uns das "richtige" Bangalore angeschaut. Der City Market ist nicht nur ein Marktplatz, eigentlich ist das schon ein ganzer Stadtteil in dem es fast alles zu kaufen gibt. Neben Obst, Gemuese und Blumen auch alles andere (Werkzeuge, Fernseher, einfach alles!) Die Gegend ist sehr arm, aber die Menschen sehr freundlich und man wird hier auch nicht von Bettlern und Souvenirverkaeufern belagert. Aber voll ist es da...

Samstag, Mai 14, 2005

Shravanabelagola

Heute nur ein „one-day“ trip! Sind zu zwoelft mit einem Tempo Traveller zu einer kleinen Tempelrundfahrt aufgebrochen. Zuerst sind wir nach Shravanabelagola (kann diesen Namen einfach nicht aussprechen...) gefahren um uns die groesste aus einem Stein gehauene Statue der Welt/Indiens anzuschauen. Sie ist ein kleines Weltwunder, denn sie steht auf einem kleinne Berg und der Stein aus dem sie gehauen ist kommt in dieser Gegend nicht vor... wie ist sie also dahin gekommen? Und vor allem, wie ist sie auf den Berg gekommen. Selbst mit heutigen Mitteln waere es ein schwieriges Unterfangen so einen grossen Stein auf den Berg zu bekommen!
Aber bevor es losgehen konnte mussten mal wieder ein paar kleines Problem geloest werden... Den Fahrer hatte ich fuer 5 Uhr bestellt, aber um5 und auch um 5:20 noch kein Tempo traveller zu sehen. Hatte auch keine Nr. vom Fahrer nur die Tel. Nr. vom Agency. Da ich letztes Mal schon Probleme hatte sie zu verstehen habe ich Prashanth angerufen, damit er dort anruft. Hat er auch gemacht, aber irgendwie hat es Prashanth manchmal nicht so ganz raus, wahrscheinlich hat er denen gesagt sie sollen mich anrufen, haben sie dann auch gemacht und mich wieder (wie eine Woche zuvor auch schon) vollgelabert (ich weiss wirklich nicht ob das Hindi, Kannada oder vielleicht doch Englisch sein sollte), Nach ein paar Minuten haben wir uns dann doch geschafft uns zu verstaendigen oder auch nicht, haben unser Gespraech zumindest beendet! Wollte ja auch nur nachfragen wo der Fahrer mit dem Auto bleibt, war ja schliesslich schon fast 6 Uhr und angedacht war 5Uhr zum losfahren...
Wie schon gesagt, die Statue war sehr beeindruckend, aber um sie sehen zu koennen muss man erstmal die 700 Stufen auf den Berg rauf, und das ohne Schuhe. Am Fuss des Berges haben sie Socken verkauft, aber wer braucht schon so was... Wir waren ja relativ frueh da und es war noch nicht so heiss, aber auf dem Weg zurueck wurden die Fusssohlen schon sehr warm...Dann gab es in Belur und Halebid noch zwei Tempel zu besichtigen die wirklich sehenswert sind, nicht wegen ihrer Groesse sondern wegen der zig tausend Figuren die den ganzen Tempel zieren. Angeblich hat man 80 Jahre daran gearbeitet und nie komplett fertig gestellt.

Montag, Mai 09, 2005

Ootacamund aka Ooty (Tamil Nadu)

Wie Coorg liegt Ooty in den Bergen und ist jetzt im Sommer ein bisschen ueberfuellt mit Touristen (indischen), die sich in den kuehlen Bergen vor der Hitze zurueckziehen. Wir haben uns einen „Tempo Traveller“ gemietet und sind zu acht Freitagnacht losgefahren. Nach 8 Stunden und ca. 290 km sind wir passend in Ooty angekommen um Myrte aufzuwecken. Myrte ist einen Tag frueher gefahren da sie ihr Praktikum beendet hat und ihr Reise durch Indien gestartet hat. Wir sind dann zum Fruehstuecken gegangen (Masala Dosa), im Restaurant haben wir uns dann nach einem Guide erkundigt und einen gefunden. Im Hotel hatten sie uns gesagt es waere zu spaet und der Guide haette auch 300 Rs/Pers. genommen, unser war ein bisschen guenstiger (100Rs/Pers).
Haben dann wieder unseren Fahrer aufgeweckt (nachdem er es sich gerade im Wagen gemuetlich gemacht hatte...) und haben uns ausserhalb der Stadt absetzen lassen. Wir haben dann eine 7-stuendige Trekkingtour unternommen. Haben ziemlich viel Natur gesehen, spuren von Tigern (leider keinen lebenden, aber ist vielleicht auch besser so...). Knochen von Bueffeln, Kratzspuren an Baeumen auf denen der Tiger auf Beute lauert, etc.. Auf dem Weg haben wir noch einen Tribe (Stamm) besucht, die noch ziemlich urspruenglich leben, da schlaeft die ganze Familie noch in einer kleinen Huette in einem Bett aus Stein...
Am Nachmittag musste es dann natuerlich noch regnen, war aber nicht ganz so schlimm, da wir genau passend an einer zu einer Huette kamen wo wir den Regenschauer abwarten konnten. In der Huette, bzw. auch drum herum, wurde Eukalyptusoel hergestellt. Habe zwar nicht 100% verstanden wie sie es machen, aber zuerst wird aus den Eukalyptusblaettern das Oel herausgekocht, das Oel wird dann getrennt und gesammelt. Das Feuer unter dem Kessel wurde mit den Eukalyptusblaettern geheizt. Die ganze Huette bestand eigentlich nur aus Eukalyptusblaettern (das Dach, die Waende und die Huette stand auf einem 3 Meter hohen Berg aus Eukalyptusblaettern... die muss man erstmal aufsammeln!) Die ersten Minuten in der Huette waren nicht so angenehm, es war ziemlich verqualmt und man musste sich erstmal daran gewoehnen (aber nach draussen gehen war wegen dem Regen nicht drin... Ein paar von uns haben dann auch eine Flasche Eukalyptusoel gekauft. Nach einer halben Stunde hat dann der Regen auch aufgehoert und wir konnten unsere Tour fortsetzen. Abends waren wir dann natuerlich ziemlich geschafft, haben uns noch ein Bierchen gegoennt und sind frueh ins Bett. Der Sonntag war nicht wirklich erfolgreich, zuerst sind wir mit dem „Toy-Train“ nach Coonoor gefahren, eigentlich soll man einen schoenen Ausblick auf die Landschaft haben... aber da war mal wieder das Problem, dass zu viele Menschen in einen zu kleinen Zug wollten. Es gab auch ein paar Wagen mit reservierten Plaetzen, aber wir hatten natuerlich nicht reserviert... Also mussten wir uns irgendwo reinquetschen, habe dann den groessten Teil der Fahrt mit Clemens, 14 Indern und 5 Kindern in einem Abteil verbracht, das eigentlich fuer 10 Personen ausgelegt war... habe dann ab und zu die Kamera aus dem Fenster gehalten und mir auf dem Bildschirm angeguckt wie es draussen aussieht!
Danach wollten wir uns die Sehenswuerdigkeiten in Coonoor angucken, aber bis auf den Botanischen Garten ist daraus nichts geworden. Warum? Weil die Inder grundsaetzlich nicht einen Schritt zurueckgehen! Zu den Sehenswuerdigkeiten, Tee-Plantagen fuehrt nur eine kleine Strassse (eher ein Feldweg), auf der man auch zurueck muss. Da gerade Schulferien sind ist natuerlich viel los, alle Leute wollen dahin, aber da die Inder selbst auf einer so kleinen Strasse versuchen andere zu ueberholen und die grossen Busse auch meinen dahin fahren zu koennen entsteht ein kleines bisschen Chaos! Haben uns das Schauspiel dann 20 Minuten angeguckt und uns entschieden nicht die naechsten 12 Stunden im Stau auf einem 10 km langen Feldweg zu stehen... Auf dem Rueckweg konntne wir dann noch ein paar wilde Elefanten, Bueffel und andere Tiere beobachtet. Die Elefanten konnten wir nur kurz bewundern, da ein paar Inder meinten direkt in Richtung der Elefanten laufen zu muessen...

Mittwoch, Mai 04, 2005

Nachtrag

Habe es nach 2 wochen endlich mal wieder geschafft meinen weblog aufzufrischen und ein paar neue Bilder ins Netz zu stellen.

Gleich gibt es erst mal ein paar Bier!
Heute Abend ist Thomas (F) und Myrtes (NL) farewell Party! Da werde ich morgen bei der Arbeit mal wieder ein bisschen muede sein...

Nachtrag vom 18. April:
Robertson-House - Krankenhaus!
Letzte Woche waren wir mehr ein Lazarett als ein Traineehouse! Lisy (Mex) hat sich in Hampi zwei Zehen gebrochen, Magnus (D) war mit Mieke (NL) im Krankenhaus! (Magnus hat sich eine fiese Magen-Darminfektion auf der Zugfahrt von Delhi nach Bangalore (42 h) eingefangen, Mieke hatte nach einem Insektenstich eine Infektion im Fuss).
Thomas (F) , mein (Zimmer-)Mitbewohner verlaesst uns in 2 Wochen. Eigentlich wollte er noch 2 Monate bleiben aber die Arbeit von ihm ist ziemlich schlecht und er ist auch schon seit 8 Monaten hier!

Montag, Mai 02, 2005

Coorg

Dieses Wochenende haben wir in Coorg verbracht. Es ist bekannt fuer Kaffee- und Teeplantagen und wird auch "Scotland of India" genannt. Da wir keine Bustickets mehr zu bekommen waren mussten wir uns ein Auto mieten (Fahrer ist natuerlich inklu), war uns aber auch ganz recht... So konnten wir Freitag und Sonntag zu Hause im Bett schlafen und nicht eine mehr oder weniger schlaflose nicht in einem Bus oder Zug zu verbringen. Der Fahrer sollte um 6 Uhr kommen, aber anstatt sich Freitag drum zu kuemmern wo er denn hinkommen soll ruft er um 6 an, natuerlich spricht er weder Englisch noch Hindi... haben dann doch noch zusammengefunden und konnten um halb 7 dann los. Wir hatten einen TATA Sumo, sieht so aehnlich aus wie die G-Klasse von Mercedes, und man kann "theoretisch" mit bis zu 10 Personen (kleine Inder) darin Platz finden. Fuer uns war es gerade passend. Auf dem Weg nach Coorg haben wir einen kleinen Abstecher zum "Tibetan Settlement" gemacht und uns dort den "Golden Tempel" angeschaut. Ziemlich beeindruckend, durften leider keine Fotos machen und eigentlich darf man sich in dem Gebiet auch nur mit einer Genehmigung aus Dellhi aufhalten. Man kommt sich fast vor wie in Tibet, nur die hohen Berge fehlen.
In Madikeri haben wir zum Abschluss des Tages einen kleinen hike auf einen Berg gemacht um uns von dort den Sonnenuntergang anzuschauen. Abends haben wir dann ein Lagerfeuer gemacht und uns gemuetlich ein Bier getrunken. Am Sonntag hatten wir die Wahl zwischen trekking (20km) oder uns einen 4-wheel-drive mieten und in der Berge fahren. Haben uns dann fuer letzteres entschieden, aber trekking werde ich auf alle Faelle noch machen. Sind in den Bergen ein bisschen gewandert unser Guide hat uns Unterwegs einen Tee gemacht und wir haben die Aussicht genossen. Eigentlich wollten wir ja eine Kaffee- oder Teeplantage besichtigen, aber irgendwie haebn wir das versaeumt. Dafuer haben wir eine Kardamonplantage???, wilden Kaffee und einige andere interessante Pflanzen gesehen. Zum Abschluss haben wir noch einen kleinen Abstecher zu den Abbi Falls gemacht, bevor wir uns um 6 auf den Rueckweg gemacht haben. Gluecklich die Fahrt lebend und ohne Unfall ueberstanden zu haben (nachts sollte man bei der Fahrt die Augen zu machen, damit man nicht die Busse sieht, die die LKWs ueberholen und einem zwangsweise auf der eigenen Fahrbahn entgegen kommens. Vor allem dann, wenn der Fahrer keine Anstalten macht zu bremsen und es dann irgendwie hinbekommt gerade so ) waren wir um 1 Uhr wieder in Bangalore.

Freitag, April 29, 2005

Robertson House

Robertson-House (da wohne ich!)

Dienstag habe ich zu Hause im Bett verbracht... das Essen hat mich zum ersten Mal dahingerafft! Aber es war nur ein Tag, Mittwoch war ich wieder bei der Arbeit! Habe die letzten drei Tage nicht wirklich was gegessen und mein Appetit auf indisches Essen ist im Moment nicht wirklich gross!

Gestern Nacht, haben sie unsere Mardels ueberfallen! Oder um es weniger krass auszudruecken sie haben Upalami (Sri Lanka) vom Motorrad aus die Handtasche vom Arm gerissen. Und sie ist erst seit ein paar Tagen hier. Kein guter Anfang, aber es kann ja jetzt nur besser werden... Die Polizei ist hier nicht wirklich hilfsbereit und man sollte besser nicht alleine und ohne jemanden der die Sprache spricht zur Polizei gehen und als Frau sowieso nicht! Sind ziemlich korrupt und obwohl die Polizei wusste wo die Taeter sind haben sie nichts unternommen...
Be careful!!!

Montag, April 25, 2005

Mamallapuram

Mamallapuram ist ein kleines Dorf, 60 km (2,5 h) suedlich von Chennai (7 h) an der Ostkueste. Das Dorf hat einige Tempel, den Strand (war nicht ganz so schoen) und das Hotel einen sehr guten Pool zu bieten. Ausserdem kann man sehr gut shoppen (Skulpturen, Schmuck und andere Sachen aus ganz Indien). Sind auch mehr zum relaxen und weil Thomas noch ein paar Sachen einkaufen wollte dahin gefahren als viel zu unternehmen...
Das Problem (wie jede Woche), die Tickets! Thomas war seit Montag jeden Tag im Travel Agency und hat nach den Tickets gefragt:
No problem! Don't worry!
Am Freitag Abend um 8 hatten wir die Tickets dann, unser Zug fuhr um 10:45 Uhr. Also zum Bahnhof, nach unseren Plaetzen geguckt, und was war? Wir standen auf der Warteliste! Wir waren die letzten 3 Namen von ueber 100 auf der Warteliste und die letzten 10 haben keinen Platz mehr bekommen. War aber nicht so schlimm, 1 h spaeter fuhr noch einer und mit ein bisschen Geld um die Prozedur zu beschleunigen hatten wir nach einer halben Stunde unser Ticket umgebucht. War eine relativ angenehme fahrt, jeder hatte seine eigene Liege zum schlafen, natuerlich zu kurz aber das macht ja nichts.
Von Chennai ging es dann mit einem Public Bus bis nach Mamallapuram. Nach dem einchecken sofort zum Pool ...
Den Rest des Tages und am Sonntag abgesehen von ein bisschen shoppen und ein paar Tempel angeschaut haben wir nicht viel gemacht.
Sonntag um 23:10 fuhr unser Zug von Chennai und wir standen auf der Warteliste, also wollten wir etwas eher da sein. Um 19 Uhr wollten wir den Bus von Mamallapuram nach Chennai nehmen. Normalerweise laeuft das so ab: der Bus kommt angefahren und bevor er in Parkposition und bevor die Leute ausgestiegen sind stuermen die Inder auf den Bus los um sich einen Sitzplatz zu sichern! Wir also auch! Aber der Bus war wirklich voll, also haben wir Bastian in den vollen Bus geschoben mit der Aufgabe uns einen platz zu sichern. Nachdem der Bus dann gedreht hatte stoppte er noch mal kurz, keiner Stieg aus, und dann fuhr er los! Aus der Tuer hingen schon genug Leute heraus, also kein Platz um sich irgendwo fest zu klammern und sich hinter dem Bus herschleifen zu lassen... Scheisse! Bastian im Bus (mit nur 100Rs), der naechste Bus erst um 20:30 Uhr (zu spÅ t um puenktlich in Chennai zu sein.
Sind dann mit der naechsten Rikscha zur Hauptstrasse und uns da vor den naechsten Bus "geschmissen" und noch gerade so einen Stehplatz ergattert.
In Chennai am Busbahnhof haben wir dann auch Bastian wiedergefunden. Natuerlich waren wir noch auf der Warteliste und hatten keine Plaetze im Zug, es fuhr auch kein spaeterer und so mussten wir, wie einige viele andere auch, den Zug nehmen. Haben die Nacht dann sehr ungemuetlich neben den Toiletten mit den Kakerlaken auf dem Boden verbracht. Waren gegen 5 in Bangalore und so konnte ich wenigstens noch knappe 1 1/2 Stunden im Bett verbringen.

Freitag, April 22, 2005

Rikschafahrer

Diese Woche war wirklich uebel... Die Rikschafahrer sind ein eigenes Volk fuer sich und man sollte immer ein bisschen vorsichtig sein! Da ich ja jeden Tag zur Arbeit muss (ca. 7km) bleibt mir nichts anders uebrig als die Autorikscha zu nehmen. 1 km kostet 5 Rupie, also muessten dann der Weg zu Arbeit 35 Rupie kosten. Aber nicht immer...
Am Dienstag hatte die Rikscha nach 2 km keinen Sprit mehr! Also umsteigen, 10 Rupie bezahlt! Neue Rikscha, neues Glueck! 500 m vor der Airport Road wieder kein Sprit mehr... und auf dem Meter stand 42 Rupie, duerften ja eigentlich nur 25 sein... Habe ihm 30 gegeben, weil ich keine Lust auf eine lange Diskussion hatte. Er wollte noch mehr, weil er sich ja neuen Sprit/Gas kaufen musste! Bin ausgestiegen und den Rest gelaufen.
Gestern hatte ich dann 48 Rupie auf dem Meter, habe dem Fahrer 35 und bin gegangen...
An solchen Tagen ueberlege ich mir immer ob ich mir nicht doch ein Roller oder sowas kaufe um diesem Aerger zu umgehen.

Mittwoch, April 20, 2005

Backwaters (Kerala)

...da wird man morgens um kurz nach sechs irgendwo aus dem Bus "geschmissen", bin total muede (habe wieder kaum geschlafen, kein Platz fuer meine Beine und der Inder neben mir hat sich auch ganz schoen breit gemacht), keiner weiss wo man ist (ist man in der richtigen Stadt?), die Inder auf der Strasse gucken einen ziemlich bloed an... (was mache ich hier?)
Erstmal den Lonely Planet rausholen, den Stadtplan aufschlagen und gucken ob es ein Tourist Office gibt. Haelt man dann einem Inder die Karte hin (auf der nur die groessten Strassen und vielleicht die Fluesse eingezeichnet sind) und fragt wo man den gerade ist wird erst ganz erstaunt auf die Karte geguckt und dann irgendwas gesagt... (aber nicht auf Englisch). Okay, dann eben anders: Where is the tourist office? Es folgt, nach kurzem Ueberlegen eine Handbewegung die fast einen Kreis beschreibt (mind. aber 180 Grad)! Alles klar... Nach 10 Minuten hat man dann mit etwas Glueck einen Inder gefunden der gutes Englisch spricht und auch weiss was er erzahlt. So geht das jedes Mal...
Aber irgendwann findet man schon den Weg. Wir sind hier nicht wegen den Kokosnuessen sonder wegen den Backwaters. So auch in Alleppey, Kerala (famous for coconuts and the backwaters).

>>Fringing the coast of Kerala and winding far inland is a vast network of lagoons, lakes, rivers and canals. Travelling the backwaters is one of the highlights of a visit to Kerala. The boats cross shallow, palmfringed lakes studded with cantilevered Chinese fishing nets, and travel along narrow, shady canals.<< (Lonely Planet)
In Alleppey haben wir eine 5-stuendige Bootstour durch die Backwaters gemacht, danach sind wir dann zum Strand haben ein bisschen im Ozean geplanscht...
Spaeter dann mit dem Bus nach Cochin um dort die Nacht zu verbringen und da es dort auch einiges zu sehen gibt (500 Jahre alte portugiesische Siedlung).
Sonntag frueh mussten wir uns dann aber erstmal um Tickets fuer die Rueckfahrt kuemmern (waren mal wieder in Bangalore nicht zu bekommen). Also zum Travel Agency, der hat erstmal alle Busgesellschaften angerufen, aber die waren alle schon ausgebucht. Hatten dann die Wahl zwischen Taxi, Flugzeug oder dem Versuch am Bahnhof ein Ticket fuer den Zug zu bekommen. Sind dann zum Bahnhof. Es gab natuerlich keine Tickets mehr fuer die "Sleeper Class" blieb uns also nur ein Ticket fuer die "normale" 2 Klasse zu kaufen und darauf zu hoffen, dass vielleicht doch noch etwas frei ist.
Im Zug war dann natuerlich nur noch ein Platz frei (wir waren 5 (Bastian und Jussi sind noch einen Tag laenger geblieben). Der Schaffner hat uns aber trotzdem erlaubt zu bleiben, so haben wir dann versucht die 13 Stunden irgendwie zu ueberstehen. Ich habe dann die meiste Zeit in der offenen Tuer gesessen und die Beine herausbaumeln lassen...
Nachts um 2 kam dann natuerlich ein anderer Schaffner der uns aus Wagen geschmissen hat, mussten dann die letzten 2 Stunden im stehen in der Holzklasse verbringen. Waren dann um halb 5 wieder in Bangalore und ich konnte noch 3 Stunden in meinem Bett schlafen!
Da der Zug schon um 3pm gefahren ist haben wir leider nichts von Cochin gesehen und fuer die 5-stuendige Bootstour insgesamt 30 Stunden im Bus/Zug gesessen...

Donnerstag, April 14, 2005

Hampi - Bangalore

Indian experience!
Da es mal wieder keiner geschafft hatte sich rechtzeitig um Tickets zu kuemmern, waren wir ohne Rueckfahrtickets nach Hampi gefahren. Am Samstag Tickets fuer Sonntag zu buchen ist natuerlich ein bisschen spaet, also gab es keinen Bus mehr mit "Push-Back-Seats" (sleeper sowieso nicht), sondern nur noch normale Sitzplaetze!
Aber wir hatten ja keine Wahl und mussten nehmen was uns angeboten wurde... aber dann:
Nach Goa haben wir ja schon 18h gebraucht, aber das sind auch ueber 500km und wir mussten 2x Umsteigen. Aber der Trip von Hampi nach Bangalore Sonntagnacht ist nicht zu toppen! In Hampi sind wir um 20:30 Uhr los, weil wir noch mit der Rikscha nach Hospet mussten (17 km). Von dort sollte der Bus um 22:30 Uhr losfahren. Los ging es dann um 23 Uhr (das ist normal) aber was denkt ihr, wie oft man auf einer Strecke von 350 km (Hampi-Bangalore) einen Reifenschaden haben kann?
1, 2 oder 3 Mal?
Wir hatten 4 Pannen, davon 4 geplatzte Reifen und einen, sich in seine Bestandteile aufloesenden Reifen!!! Bei der ersten Panne (nach ca. 1h) sind beide Reifen auf einer Seite der Hinterachse geplatzt... haben dann ca. eine Stunde gewartet, bis ein Truck angehalten hat, der mit dem fehlendem Teil fuer den Wagenheber und einem Reifen ausgeholfen hat. Danach meinte der Busfahrer etwas schneller fahren zu muessen, was natuerlich wieder mit einem geplatzten Reifen geaendet hat. Weiss nicht, wo er das Ersatzrad her bekommen hat, ich habe die Zeit zum schlafen genutzt!
Nach ein paar Kilometern hat sich dann von einem Reifen die obere Schicht abgeloest. Da das natuerlich langsam passiert faehrt man ein paar Kilometer, bis sie von alleine abfaellt, das ist natuerlich tierisch laut, da der Reifen immer gegen den Fahrzeugboden schlaegt... Ein paar Kilometer weiter ist der ueberfluessige Teil dann abgefallen. Aber leider nur zur Haelfte, so dass der Reifen natuerlich eine riesige Unwucht bekommen hat. Hat sich so angefuehlt, als ob der Bus jeden Meter ein Schlagloch mitnimmt! An schlafen war da nicht mehr zu denken, aber es wurde ja auch schon hell. Keine 50 km weiter, es war schon 9 Uhr (eigentlich sollten wir seit 3 Stunden in Bangalore sein) ist der vierte Reifen geplatzt.
Da wir immer noch ca. 80 km von Bangalore entfernt waren mussten wir uns nach einer anderen Reisemoeglichkeit umgucken (ganz davon abgesehen, dass wir mitten in der Einoede waren). Irgendwann hat dann ein "Public Bus" angehalten und uns mitgenommen. Ist natuerlich kein Platz mehr frei gewesen (Stehplaetze eigentlich auch nicht) und die ganze Zeit von Indern angestaart zu werden die anscheinend noch nie einen grossen Europaeer gesehen haben ist auch nicht wirklich angenehm. Mit dem Bus ging es dann bis zur naechsten Stadt (ca. 1h) und dann von da mit einem weiterem Bus nach Bangalore. Waren dann nach 16 1/2 Stunden um 13 Uhr (7 Stunden zu spaet), in Bangalore und um 14Uhr bei der Arbeit. War ein schoener, kurzer Arbeitstag...
Prashanth (mein Kollege) fand das nicht so witzig, musste sich einen halben Tag Urlaub nehmen und etwas peinlich war es ihm wohl auch.
Kann ja mal passieren!

Mittwoch, April 13, 2005

Hampi

>>Hampi gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Es war vor ungefähr 800 Jahren die Hauptstadt des hinduistischen Königreich Vijayanagar und angeblich von ca. 1 Millionen Menschen bewohnt. Durch einen Einfall muslimischer Soldaten wurde die Stadt nach mehreren Kriegen dem Erdboden gleich gemacht. In einem Gebiet von 30 km² sind überall kleine Tempel und hinduistische Statuen verstreut. Die Kulturdenkmäler sind in eine außergewöhnliche Felsenlandschaft eingebettet, die von fruchtbaren Bananenplantagen und Reisfeldern durchschnitten ist. Die Region lebt vom Fluss (Viannagara), der die paradiesisch anmutende Landschaft im natürlichen Flusslauf begrünt.<< (www.wikipedia.de)

Mit waren: Clemens (D), Bastian (D), Guiliano (BRA), Prashanth (IND), ich, Lisy (MEX), Peter (NL) und Cesar (MEX). Hampi liegt ca. 350 km von Bangalore entfernt. Der Bus fuhr am Fr. um 8:30 Uhr los und 7 Stunden später waren wir in Hospet. Hospet liegt 17 km von Hampi entfernt und da es erst 4:30 Uhr war, haetten wir noch 1 ½ h auf den Bus warten müssen.
Nachdem wir aus dem Bus gestiegen sind standen keine 5 Minuten später 20 Inder um uns rum und wollten gucken... und uns irgendwas verkaufen.
Nach ein paar Minuten diskussion mit den Rikscha- fahrern sind wir dann mit 3 Rikschas für je 100 Rupies nach Hampi gefahren. Durch Hampi fließt ein Fluss und da die „Hotels“ auf der anderen Seite des Flusses liegen braucht man ein Boot und einen Bootsmann, aber die Boote sehen eher aus wie eine große Salatschüssel und der Bootsmann war noch am schlafen...
Nachdem einchecken und einem kleinen Frühstück haben wir uns dann Mofas geliehen und sind damit ein bisschen durch die Gegend gefahren, ein paar Tempel angeguckt. Am späten Nachmittag sind wir dann zu einem See gefahren und da eine Runde geschwommen. Kaum waren wir da kamen schon zwei Inder angelaufen, weiß der Geier woher, das nächste Haus war 2 km entfernt. Etwas später kam dann einer mir dem Fahrrad und hat uns gefragt ob wir ein Bier haben wollen. Ja klar!
Der ist dann mit einer Mofa los und hat uns ein paar kalte Kingfisher gebracht, die wir dann bei Sonnenuntergang am See genossen haben.
Sonntag wollten wir zeitlich los um uns die Ruinen des alten Hampis anzuschauen, aber mit 8 Leuten dauert das ja alles ein bisschen länger. Bis wir dann nach dem Frühstück endlich genug Diskussionen um das wie, womit und den Preis gehabt hatten sind wir dann um 11 Uhr los, Wieder mit 3 Rikschas, die Rikschas für 8 Personen waren angeblich schon alle ausgebucht... Sind dann mit der Rikscha von einem Tempel zum nächsten gefahren. Die Tempel, oder was von ihnen noch übrig ist, sind schon sehr beeindruckend! Die Bilder können leider nicht wirklich vermitteln, wie es da ausgesehen hat. Da wir natürlich erst Mittags los sind, war es ein bisschen zu „warm“ und wir waren nach 3 Stunden ziemlich geschafft. Nach der Tempeltour sind wir zum späten Mittagessen ins „Mango Tree“ Restaurant gegangen (geniales Restaurant, es ist um einen riesigen Mangobaum gebaut, man hat eine super Aussicht und das Essen ist auch gut. Da haben wir dann ein paar Stunden rumgegammelt und uns dann auf den Rueckweg gemacht.
Hampi sollte man auf alle Fälle gesehen haben! (wenn man gerade in der Nähe ist)

Freitag, April 08, 2005

Arbeit III

...schon ist wieder eine Woche vorbei! Auf der Arbeit habe ich diese Woche nicht wirklich etwas geschafft/gemacht weil ich einfach keine Unterlagen und Infos hatte. Und nach ein paar Tagen rumgooglen hatte ich auch keine Lust mehr. Deswegen bin ich gestern zu Himanshu und habe ihm gesagt, dass ich etwas machen/lernen und nicht den ganzen Tag rumsurfen und meine Zeit verschwenden will...
Jetzt habe ich Pro-Engineer (3D CAD-Software) auf meinem PC und werde mich da ein bisschen einarbeiten und dann mal schaun.

Abgesehen von 2 Partys (Fairwell Party fuer Jonna (D) und Birthday Party von Michael (RU))war es eine ruhige Woche.

In einer Stunde ist Feierabend, dann schnell nach Hause, ein paar Sachen in den Rucksack schmeissen und ab geht's nach Hampi...

Sonntag, April 03, 2005

Party-Wochenende

Dieses Wochenende bin ich leider nicht aus Bangalore heraus- gekommen. Eigentlich wollten wir nach Hampi, machen wir dann naechstes Wochenende. Freitag waren wir im Spinn (Club), die muessen aber neuerdings um 1 schliessen, weil somst die Polizei kommt. Einen anderen Club haben sie schon ganz dichtgemacht (wegen Drogen oder so).
Samstag war dann Geburtstags-Party bei Kunal. Der wohnt (wie man sieht) direkt neben dem Flughafen. Die Party war auf dem Dach und man konnte direkt die Flugzeuge starten und landen sehen (und auch hoeren). Wohnen moechte ich da nicht...
Auf dem Dach hat auch ein Inder gewohnt (in einem kleinem Zimmer) der wollte eigentlich schlafen, weil er um 7 Uhr Cricket spielen wollte...
So, jetzt ist das Wochenende schon wieder fast vorbei.
Hoffe, dass die kommende Woche ein bisschen interessanter wird als die letzte. Da habe ich naemlich effektiv nichts geschafft/gemacht...

Dienstag, März 29, 2005

Goa

nein, Goa ist keine Insel, auch wenn viele Leute das vielleicht denken mögen. Von Bangalore aus liegt Goa zwischen 13 und 18 Stunden entfernt, je nach Busgesellschaft und Fahrtroute...
Wir sind am Donnerstag um 19 Uhr in Bangalore losgefahren und 18 Stunden später in Goa am Strand (Palolem Beach) angekommen. Die Fahrt war nicht wirklich spassig, bis zur Beach mussten wir noch 2x umsteigen. Das Problem war, dass die Busse der Privaten Busgesellschaften schon ausgebucht waren und wir so mit dem KSRTC (staatlich) fahren mussten. Die Bus hatte zwar 'Push-Back-Seats', das heisst aber nichts! Und für meine langen Beine ist da kaum Platz, also habe ich auch eher weniger bis gar nicht geschlafen... Dafür war die Beach einfach traumhaft, wie man sich auch die Karibik vorstellt: Sonne, Sandstrand, Palmen, das Wasser fast zu warm zum schwimmen... was will man mehr?
Von Freitag bis Sonntag Abend habe ich dann eigentlich nur am Strand gelegen. Freitag Abend waren wir mit 25 Trainees (fast alle aus Bangalore) essen und anschließend ein par Bier trinken (Samstag auch :-)).
Am Samstag wollte ich mir eigentlich einen Scooter ausleihen, aber Freitag ist es ein bisschen später geworden und dann hat sich das nicht mehr gelohnt. Am Sonntag haben wir dann eine kleine Bootstour gemacht: Delfine gesehen und an einem einsamen Strand ein paar Runden geschwommen. Dabei habe ich mir natuerlich einen kleinen Sonnenbrand geholt...
Sonntag um 20 Uhr sind wir dann zurück. Diesmal aber mit einem besserem Bus und direkt nach Bangalore (aber an schlafen war trotzdem nicht zu denken, da der Bus so höllisch laut war). Außerdem sind die Strassen hier nunmal nicht die besten und wenn man es sich gerade mal "bequem" gemacht hat, dann kommt 100% ein Schlagloch! Falls man dann noch einen schlechten Platz im hinterem teil des Busses hat, dann hat man eh verloren.
Montag frueh waren wir gegen 10Uhr wieder in Bangalore und ich dann um kurz vor 12 (3 Stunden zu spät) bei meiner Arbeit.
Das war Goa! Werde auf alle Fälle nochmal hinfahren und dann nicht nur am Strand liegen!